FELDLAGER IN NEU BREISACH
06.-08.08.2004


Alle zwei Jahre findet in Neu Breisach das napoleonische Biwak unter der Schirmherrschaft der FLG statt. Dieses Biwak ist für viele Kameraden das Highlight des Vereinslebens und somit eine „Pflichtveranstaltung“.
Da dieser Personenkreis ständig anwächst und wir deshalb immer mehr Utensilien für das Feldlager benötigen, trafen wir uns bereits am Donnerstag, um die wichtigsten Dinge nach Neu Breisach zu schaffen. Nachdem die Zelte , Bänke und unsere neue „Feldküche“ verladen waren fuhren wir gemeinsam nach Neu Breisach. Da wir an diesem Abend viele helfende Hände hatten, waren unsere drei Zelte nach kurzer Zeit aufgebaut.
Am Freitag Mittag trafen sich die Kanoniere um Barbara zu verladen und nach Neu Breisach zu schaffen.
Nach einem gemeinsamen Abendessen trommelte unser Bürgermajor ein paar andere Gruppen für einen gemeinsamen Marsch durch die Stadt zusammen. Diese Idee fand bei den anderen Teilnehmern regen Zuspruch, so daß wir einen recht beeindruckenden Zug uniformierter darstellten. Nach einem verwirrenden Hin und Her durch das Städtchen ließ es sich unser Major nicht nehmen eine kleine Ansprache an uns und unsere Kameraden zu halten.
Da doch sehr viele französisch sprechende Kameraden dabei waren, mußte ein Übersetzer her. Reinhard Reisewitz vom 3ème régiment suisse übernahm mit Freuden diese Aufgabe und lud sein Regiment bei uns auf Bierchen ein. Da das von uns niemand verstanden hat, waren wir doch recht überrascht, als plötzlich ein paar durstige Schweizer vor unseren Zelten standen. Aber unser Kommandant hat auch dieses Problem gelöst. Nach einem langen, noch recht feucht fröhlichen Abend und einer viel zu kurzen Nacht brach der Tag des Gefechtes an.
Unser Kamerad und Küchenchef Eberhard war schon früh aufgestanden um Feuer zu machen und das Kaffeewasser aufzusetzen. Frisch gestärkt mit angenehm mild gesalzenen Speckeiern und frischem Brot, richteten wir unsere 7 Sachen und traten den mühsamen Weg zum Truppenübungsplatz an. Da sich die Kameraden, die vor unserer Barbara kämpfen müssen, über herumfliegende Korkstückchen beschwert haben, verdämmten wir unser Pulver mit Zeitungspapier. Leider war der Effekt anfangs nicht so berauschend. Aber unser Jungkanonier Christopher zerkleinerte mit viel Geduld immer wieder Zeitungen, bis wir durch viel Stopfen und pressen eine annehmbare Verdämmung erreichten. Auch hier bestätigt sich wieder das alte Sprichwort „Übung macht den Meister“. Nach einigen Versuchen hatten wir die richtige Verdämmungstechnik gefunden um so richtig im Gefecht  mitmischen zu können. Da es an diesem Morgen sehr schwül war, vielen  uns die Stellungswechsel im Gelände sehr schwer. So kam uns der  Pulvermangel gerade recht, so daß wir uns aus dem Gefecht  zurückziehen konnten.
Zum Mittagessen gab es dann einen wunderbaren Eintopf, den Eberhard  mit Hilfe von Corinna gezaubert hatte.
Nach der wohlverdienten Mittagsruhe übernahm Dieter das Kommando  und wir präsentierten uns und unserer Barbara den interessierten  Zuschauern. Dabei erläuterten wir mit praktischen Übungen die  Arbeitsweise unserer Kanone und die Vor bzw. Nachteile der  Verdämmung mit Papier und Korken.
Am Abend fand dann wieder das obligatorische Gefecht im Graben mit  anschließender Darstellung des Zapfenstreichs statt.
Nach einem geselligen Abend und einer kurzen Nacht kamen wir in den  Genuß von Speckeiern, Brot und Kaffee zum Frühstück.
Gegen 11 Uhr marschierten wir dann zur großen Parade auf dem  Exerzierplatz.
Der Bürgermeister schritt gemeinsam mit Robert Schlenker die Front ab und bedankte sich bei jeder Gruppe für ihr kommen. Nach dem jede  Gruppe sich durch Vorführen ihres Könnens den Zuschauern präsentiert  hatte, marschierten wir wieder gemeinsam zum Lager zurück, Wo uns  bereits ein deftiges Gulasch aus Eberhard und Corinnas Händen  erwartete.
Der Nachmittag war voll und ganz dem Lagerleben gewidmet. Diese  Erhohlung hatten wir vor dem Abbau auch nötig. Gegen 16 Uhr  begannen wir damit unser Lager abzuschlagen und alles auf dem  Anhänger und in den Autos zu verstauen.

Nachdem unsere ganze Ausrüstung in der Karlschule verstaut war durften wir auf ein anstrengendes aber gelungenes Wochenende zurückblicken..

 

Bericht von Markus Jäger, September 2004